Wie viel kostet eine Zahnbehandlung?
Die Kosten der Zahnbehandlung hängen von mehreren Faktoren ab:
- Anzahl der Pferde
- Anfahrt
- Tiefe der Sedation
- Aufwand der Zahnbehandlung
Über einen ungefähren Kostenrahmen gebe ich ihnen gerne telefonisch Auskunft.
Muss ich die Behandlung gleich bezahlen?
Damit Sie ohne Probleme vor Ort bezahlen können, habe ich ein EC Karten Lesegerät mit dabei. Sie können natürlich auch bar bezahlen. Die Rechnung schicke ich Ihnen gerne per Email oder per Post zu.
Wie läuft die Zahnbehandlung ab?
Als erstes höre ich mir den Vorbericht des Besitzers über das Pferd an und suche nach einer geeigneten Behandlungsmöglichkeit im Stall. Bei sehr nervösen Pferden kann jetzt schon eine Vorsedation erfolgen, um den Stress möglichst niedrig zu halten.
Nach dem Aufbau meines Behandlungstisches kommt folgendes:
- Allgemeinuntersuchung

- Sedation
- Ausspülen der Maulhöhle
- Einlegen des Maulgatters
- Ich lege den Kopf des Pferdes in einen Ring, damit ich gut ins Maul schauen kann
- Untersuchung der Maulhöhle und des Gebisses mit heller Lampe und Spiegel
- Behandlung der Backenzähne
- Behandlung der Schneide- und Hengstzähne
- Ausspülen des Maules
- Auf Wunsch Überprüfung des Trensengebisses
- Zurückführen des Pferdes in seine Box / Paddock zum Aufwachen
Das Pferd darf nach der Zahnbehandlung circa zwei Stunden nichts fressen.
Am Tag nach der Zahnbeahndlung empfehle ich kein Trensengebiss einzulegen.
Ab welchem Alter ist eine Zahnbehandlung nötig?
Spätestens bevor angefangen wird, mit dem Pferd mit Hilfe eines Kappzaumes, einer gebisslosen Zäumung oder eines Trensengebisses zu arbeiten. Gerade junge Pferde haben oftmals sehr scharfe Kanten, die die Schleimhaut empfindlich verletzen und so zu unangenehmen Erfahrungen mit dem Reithalfter führen. Eventuell vorhandene Wolfszähne können entfernt und der Zahnwechsel überprüft werden.
Kann man auch ein altes Pferd sedieren?
Ich habe bisher mit der Sedierung alter Pferd keine schlechten Erfahrungen gemacht. Wenn sie von ihrer Konstitution her schon schwach sind, müssen die Begleitumstände passen. Das heißt, das Wetter sollte nicht zu extrem sein und der Besitzer genügend Zeit haben, sich beim Aufwachen um das Pferd zu kümmern. Bei Pferden, die sehr lange brauchen um aufzuwachen, kann man eine spezielle Sedierung verwenden, damit sie nicht zu lange schlafen.
Welche Symptome zeigen mir, dass eine Zahnbehandlung notwendig ist?
Meiner Meinung nach ist es besser, nicht darauf zu warten, bis man dem Pferd die Notwendigkeit einer Zahnbehandlung anmerkt, da dies unter Umständen sehr spät sein kann. Genauso wie man nicht erst dann zum Schmied geht, wenn das Pferd lahm ist. Leider sieht man immer wieder Gebisse von ansonsten gut gepflegten Pferden, die man am Besten mit hochgradigen Schnabelhufen vergleichen kann. Nur leider sieht man das Gebiss der Pferdes im Alltag nicht.
Anzeichen für Probleme mit den Zähnen sind:
Langsames Fressen, Verlieren von Futter, Wickelkauen, Liegenlassen von Futter, Verschieben des Unterkiefers beim Fressen, Vermeiden von kaltem Wasser, Verwerfen beim Reiten, Kopfschlagen, Gegen das Gebiss gehen…
In welchem Zeitabstand ist eine Zahnbehandlung notwendig?
Bei den meisten Pferden empfiehlt sich ein Abstand von einem bis eineinhalb Jahren. In manchen Fällen kann auch, zumindest zeitweise, ein kürzerer Abstand notwendig sein. Es gibt aber auch Pferde bei denen ein größerer Abstand als ein Jahr ausreichend ist.
Muss das Pferd immer sediert werden?
Zur Zahnbehandlung sediere ich die Pferde grundsätzlich, da mir ansonsten eine gute Untersuchung und eine präzise Behandlung nicht möglich ist. Die Voruntersuchung kann bei einem braven Pferd ohne Sedierung erfolgen. Allerdings kann ich Probleme wie Parodontose, lockere Zähne oder Karies auf diese Art und Weise nicht erkennen.
Können auch Minishettys behandelt werden?
Grundsätzlich ja. Bei sehr kleinen Pferden kann es tatsächlich im hinteren Bereich der Backenzähne etwas schwierig werden, bisher ist es mir aber immer gelungen auch die Haken auf dem letzten Backenzahn zu erreichen.
Behandeln Sie auch andere Tiere?
Zu meinen Patienten zählen nicht nur Pferde, sondern Esel, Zebras, Alpakas, Ziegen… Sofern sie Pflanzenfresser sind und nicht größer als Pferde.
Und einmal war es auch ein Kugelfisch:
